Bevor du andere liebst, liebe dich selbst - warum diese Aussage uns verwirrt!


Sicherlich hast du diesen Satz schon oft gehört:

„Bevor du andere liebst, liebe dich selbst!“


Oder vielleicht auch: „Du kannst andere nicht lieben, wenn du dich selbst nicht liebst.“

Diese Aussage begegnet uns in Büchern, in den Medien und im Bekanntenkreis immer wieder.


Heute möchte ich ein paar Gedanken dazu teilen, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass viele Menschen von dieser Aussage verwirrt sind oder nicht so recht wissen, was sie damit anfangen sollen. Manche fühlen sich auch unter Druck gesetzt und kommen ins Grübeln.


Sie glauben dann, dass ihre Beziehungsprobleme in dem Mangel an Selbstliebe begründet sind oder dass sie vielleicht gar nicht in der Lage dazu sind, beispielsweise ihren Kindern wahre Liebe zu geben, weil sie sich selbst nicht wirklich lieben.


Ich behaupte, dass dieser Ansatz, dass wir uns selbst lieben sollten, uns verwirrt, weil unser Grundverständnis von Liebe problematisch ist. Bevor wir uns also fragen, wie wir uns selbst lieben können, sollten wir uns mit der Frage beschäftigen, was denn Liebe überhaupt ist.


Am Ende spielt es nämlich gar keine Rolle, ob wir mit der Liebe bei anderen anfangen oder bei uns selbst!


Das Problem ist, dass das, was wir als Liebe bezeichnen, in aller Regel zu sehr an Bedingungen geknüpft ist, und zwar unabhängig davon, ob die Liebe für uns selbst gemeint ist, unsere Liebe zu anderen, oder die Liebe, die wir von anderen empfangen.



Schauen wir mal genauer hin:


Wir wollen Liebe bekommen, zum Beispiel von unserem Partner, und zwar so, wie WIR uns das vorstellen. Bekommen wir sie nicht in dieser Form, sind wir enttäuscht und lehnen die andere Person ab.


Diese wiederum macht genau das gleiche mit uns. Wenn diese Person nun so mit uns umgeht, sind wir beleidigt und sagen: „Du liebs