Wie du leichter deine Komfortzone überwinden kannst


Was ist eigentlich eine Komfortzone?


Mit der Komfortzone ist ein bestimmter Bereich im Leben gemeint, den wir aufgrund von regelmäßigen festen Routinen und Gewohnheiten gut kennen und der deshalb von uns als sicher und als gewöhnlich empfunden wird.


Hier nehmen die Dinge immer einen ähnlichen Verlauf im uns vertrauten Umfeld wie Ort, Personen, Tätigkeiten und manchmal auch Zeit. Beispielsweise Frühstück mit deiner Familie, Spaziergang mit dem Hund nach der Arbeit oder für die meisten von uns das Autofahren. Hier verlaufen die Dinge ohne viel Nachdenken, Aufwand und Mühe und deshalb werden sie als leicht und angenehm empfunden.


Ich nenne diese Art von Komfortzone die "aktive Komfortzone". Sie ist sehr wertvoll und ein wichtiger Rückzugsort. Hier tanken wir Energie, können uns sammeln und in einem vertrauten Umfeld fallen lassen. Viele dieser Routinen und Gewohnheiten wählen wir bewusst aus und sie helfen uns, im Leben eine Beständigkeit und ein Gefühl der Sicherheit und Vertrautheit zu erfahren.


Dann gibt es die zweite Art der Komfortzone, nämlich die "passive Komfortzone". Hier befinden sich regelmäßig praktizierte Verhaltens- und Denkmuster, die wir teilweise mit schlechten Gewohnheiten assoziieren. Diese führen oftmals zu einem inneren Konflikt und verursachen, wenn sie exzessiv wiederholt werden, in hohem Maße Stress und Krankheiten.


Dies können beispielsweise sein:

  • Du beklagst dich über die gleichen Menschen (Mutter, Vater, Partner, Kind, etc.) mit gleichen Themen bei gleichen Personen- und das schon seit Monaten, Jahren – wahrscheinlich schon dein Leben lang.

  • Du redest immer vom Abnehmen, beneidest andere, die schlanker sind, kritisierst andere, die dicker sind und aus Frust pflegst du deine nächtlichen „Fressattacken“.

  • Du führst mit deinem Partner die gleichen Diskussionen über das gleiche Thema, die immer in einer Sackgasse der Schuldzuweisungen enden.

All diese Dinge finden mehr oder weniger automatisiert statt, ohne dass wir uns bewusst dafür entschieden haben. Wir denken die gleichen Gedanken, sehen das Leben aus der gleichen Perspektive, umgeben uns unbewusst mit Menschen, die oftmals ähnliche Weltanschauungen haben und uns in unserer Geschichte bestätigen, um in der Komfortzone, im Gewohnten bleiben zu können.


So leben wir ein recyceltes Leben – nämlich oft kollektiv das Leben von gestern.

Da ist es kein Wunder, dass sich das Leben hier schwerfällig, eng und uninspiriert anfühlt.

Wir alle haben Routinen und Gewohnheiten, die wir uns schon länger abgewöhnen wollten, aber aus Bequemlichkeit einfach fortsetzen.